
Die Infrarotwellen genau auf die Anforderungen der Glasadditive abstimmen
Die meisten Standard-Quarzkocher senden ein breites Spektrum an Wärme aus – das ist für einfache Trocknungsprozesse völlig ausreichend. Doch wenn man mit speziellen Glasadditiven arbeitet, ist dieser „Ein-Größe-für-alles“-Ansatz einfach nur eine Verschwendung von Energie.
Man möchte, dass die Wärme tatsächlich auf das Material trifft – und nicht einfach nur um es herumschwirrt. Das nennt man spektrale Abstimmung. Im Grunde geht es dabei darum, sicherzustellen, dass der Heizer und das Material auf derselben Wellenlänge arbeiten.
Den idealen Punkt finden
Unterschiedliche Chemikalien im Glas sind sehr wählerisch: Sie absorbieren Energie nur bei sehr spezifischen Wellenlängen. Wenn Ihr Heizer Energie bei 2,5 Mikrometern aussendet, während Ihr Additiv nur bei 3,2 Mikrometern reagiert, wird die Wärme einfach von der Oberfläche abprallen.
Um das zu beheben, ändern wir das Material des Filaments sowie das Gas im Quarztube. Dadurch wird die Emissionskurve so angepasst, dass die Energie tatsächlich ins Glas gelangt – anstatt nur die Luft im Raum zu erwärmen.
Die Herausforderungen bei maßgefertigten Tuben
Man kann diese Tuben nicht einfach austauschen und dann vergessen. Eine Änderung des Spektrums bedeutet in der Regel, dass man das Metall des Filaments ändert oder eine spezielle Beschichtung hinzufügt. Das wiederum beeinflusst, wie die Tube mit Strom umgeht.
Eine maßgefertigte Tube benötigt möglicherweise eine andere Spannung, um die für diese Wellenlänge erforderliche Temperatur zu erreichen. Wenn man sie einfach in eine Standard-Stromversorgung anschließt, könnte das Filament bereits nach wenigen Wochen zerstört werden. Überprüfen Sie unbedingt die technischen Daten vor dem Einschalten.
Einsatz in der Produktion
Wir bauen solche Tuben in der Regel für Forschungslabore oder hochwertige Produktionslinien. Der Vorteil ist, dass sie direkt in die vorhandenen Anlagen eingebaut werden können.
Doch die Physik ist nun anders: Da die Energie in einem schmalen Spektrum konzentriert wird, trifft die Wärme viel intensiver auf die Oberfläche. Es entsteht also eine starke Erwärmung.
Achten Sie darauf, die Temperaturen des Substrats genau im Auge zu behalten. Selbst kleine Abweichungen beim Kühlsystem können dazu führen, dass das Glas beschädigt wird. Um das zu vermeiden, liefern wir Ihnen die dazugehörigen spektralen Datenblätter, damit Sie Ihre PID-Controller richtig einstellen können und alles reibungslos funktioniert.